Max-Planck-Stiftung beginnt Vorbereitungen für Capacity-Building-Programm im Sudan

Im September 2014 begann die Max-Planck-Stiftung mit der Vorbereitungsphase eines umfassenden Programms, das zum Ziel hat, Unterstützung für den Sudan bei der Realisierung seiner Verpflichtungen hinsichtlich eines konstitutionellen Prozesses zu leisten und das von der Deutschen Bundesregierung und der Europäischen Union unterstützt wird.

Während der vergangenen Wochen hielten Max-Planck-Experten Konsultationen mit Vorstehern und Vertretern sudanesischer politischer Parteien und mit Repräsentanten verschiedener sudanesischer zivilgesellschaftlicher Gruppen sowie Akademikern ab, um unter anderen Themen den Status und die Entwicklungen des Nationalen Dialogs und des breiteren konstitutionellen Prozesses als Ganzes zu diskutieren. Ermutigt durch den weitreichenden Zuspruch der sudanesischen Partner für eine solche Initiative plant die Max-Planck-Stiftung nun einige Aktivitäten im Sudan zu koordinieren, die dort unter Beteiligung eines breiten und inklusiven Kreises sudanesischer Akteure innerhalb der politischen Abläufe stattfinden sollen.

Verschiedene sudanesische Stakeholder, von Repräsentanten der Regierung der Republik Sudan, politischen Oppositionsparteien bis zu Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen, haben ihre Unterstützung für solche Programme zugesagt und ihren Willen bekundet, an einer Reihe von Workshops zu Capacity-building, durchgeführt von der Max-Planck-Stiftung, teilzunehmen. Die Workshops sollen technische Expertise im vergleichenden Verfassungsrecht bereitstellen, sowie Fallstudien und Beispiele regionaler und internationaler „best practices“ hinsichtlich konstitutioneller Prozesse diskutieren, welche als Grundlage für die Entwicklung eines ähnlichen Prozesses, der Sudans besondere Bedürfnisse berücksichtigt und diesen förderlich ist, dienen könnten.

Für die kommenden Wochen beabsichtigt die Max-Planck-Stiftung, weitere Besprechungen mit relevanten Akteuren durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle oben genannten Anstrengungen und Prozesse koordiniert ablaufen und mögliche Ergänzungen sich passend in die bisherigen Bemühungen einfügen können.