Seminar zu Kinderrechten mit der Afghanischen Unabhängigen Menschenrechtskommission in Duschanbe, Tadschikistan

Kommission diskutiert Möglichkeiten zur Verbesserung des Kinderschutzes in Afghanistan

Vom 6. bis 10. Dezember 2014 setzte die Max-Planck-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Hamida Barmaki Organization (HBORL) ein Seminar für die Afghanische Unabhängige Menschenrechtskommission (AIHRC) über Kinderschutz und Rechte von Kindern um. Das Seminar fand in Duschanbe, Tadschikistan, statt. Acht Kommissare und zwölf erfahrene Mitarbeiter/-innen der AIHRC nahmen an dem Seminar teil. Darunter war auch der stellvertretende Vorsitzende der Kommission, Farid Hamidi, sowie die Kommissarin für Kinderrechte Dr. Soraya Sobhrang, die in dieser Funktion die Nachfolgerin von Hamida Barmaki ist.

Zu den behandelten Themen gehörten sowohl grundsätzliche Fragen, wie das Recht auf Bildung, Jugendgerichtsbarkeit, Gewalt in der Familie und Waisenschutz als auch einige der schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsarbeit zum Schuldenabgleich, Kinderarbeit in Risikobereichen (z.B. Drogenhandel und Ziegelherstellung), sexuelle Ausbeute (z.B. Prostitution und "bacha bazi") sowie Ehrenmorde. Der renommierte Kinderrechtsexperte Dr. Armin Boroumand, informierte über relevante Menschenrechtsstandards und half den Teilnehmer/-innen dabei, effektive Strategien zum Kinderschutz in Afghanistan zu entwickeln.

Das Seminar war Teil eines Programms zur Unterstützung der AIHRC, das vom Deutschen Auswärtigen Amt finanziert wird. In Duschanbe unterstützte die GIZ die Durchführung des Seminars durch Organisation vor Ort und freundliche Gastlichkeit.