Erster Workshop mit dem Südsudanesischen Supreme Court in Dschuba

Max-Planck-Stiftung beginnt Workshop-Reihe des Programms „Technical Legal Capacity Building to the Supreme Court of South Sudan“

In Zusammenarbeit mit dem südsudanesischen Supreme Court hat die Max-Planck-Stiftung vom 16. bis zum 18. Februar 2015 den ersten von vier geplanten Workshops in Dschuba abgehalten.

Der Workshop wurde unter dem Titel "Foundations of Constitutional Adjudication" und unter der Leitung von Professor Charles Fombad, Professor für Rechtswissenschaft an der University of Pretoria und Vize-Präsident der International Constitutional Law Association, und wissenschaftlichen Mitarbeitern/-innen der Max-Planck-Stiftung durchgeführt. Analysiert wurden verschiedene Modelle und Formen der Verfassungsgerichtsbarkeit aus regionaler und internationaler Perspektive. Ebenfalls betrachtet wurden komplexe Fragestellungen der formellen und der sachlichen Zuständigkeiten des verfassungsrechtlichen Ausschusses des südsudanesischen Supreme Court aus einer rechtsvergleichenden Perspektive sowie in Bezug auf den spezifischen Kontext seines Mandats gemäß Art. 126(2) der Übergangsverfassung des Landes von 2011. Ziel des Workshops war es, einen Beitrag zur Förderung der Verfassungsmäßigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Good Governance im Südsudan zu leisten.

Der Workshop wurde vom deutschen Botschafter David Schwake, dem Obersten Richter des südsudanesischen Supreme Court Chan Reec Madut und der Projektleiterin der Max-Planck-Stiftung eröffnet. Bis Ende 2015 sollen drei weitere Workshops mit Richtern des südsudanesischen Supreme Court stattfinden.

Die Workshop-Reihe stellt die erste von zwei Komponenten des Programms "Technical Support to the Supreme Court of South Sudan" dar, das vom Auswärtigen Amt finanziert und von der Max-Planck-Stiftung implementiert wird.