Besuch der somalischen Independent Constitutional Review and Implementation Commission in der Max-Planck-Stiftung in Heidelberg

Beim zweitägigen Arbeitsbesuch wurde die Kommission bei der Entwicklung interner Strukturen und der Festlegung der Arbeitsschwerpunkte unterstützt

Vom 14. bis 15. September 2015 empfing die Max-Planck-Stiftung Mitglieder der somalischen Independent Constitutional Review and Implementation Commission in Heidelberg. Der Arbeitsbesuch folgte auf eine Reihe von fachlichen Diskussionen über die Anforderungen und Ziele der Kommission, welche bereits in Mogadishu und Nairobi stattgefunden hatten.

Das Subsahara-Afrikateam in Heidelberg nutzte die wertvolle Gelegenheit, um die Kommission bei der Fertigstellung von Dokumenten zur internen Organisation zu unterstützen. Zudem bot das Team Vorträge und Vorschläge zu rechtlichen und technischen Schlüsselthemen, welche zuvor von der Max-Planck-Stiftung in zwei Kapiteln der provisorischen Verfassung ausgemacht wurden. Die Diskussionen über den Inhalt der provisorischen Verfassung wurden stets mit dem Ziel geführt, die Kommission darin zu stärken, ihre eigenen Schwerpunkte bei der Verfassungsüberarbeitung festzulegen. Seitens der Kommission wurde der persönliche Austausch als sehr wertvoll empfunden und der von ihrem Besuch ausgehende Impuls willkommen geheißen.

Der Zeitpunkt des Besuchs der Kommission in Heidelberg lag insofern besonders günstig, als dass die somalischen Verfassungsrevisionskörper gerade sehr darum bemüht sind, sich auf eine gemeinsame Position bezüglich der Prioritäten bei der Verfassungsüberarbeitung zu einigen. In Anbetracht des schnell voranschreitenden Zeitplans für die Fertigstellung der Verfassungsüberarbeitung war es für die Max-Planck-Stiftung von großem Vorteil, direkt mit der Kommission zusammenarbeiten und ihre Fortschritte bei der Erfüllung ihres Verfassungsmandats unterstützen zu können.