Zwei Seminare für die Verwaltungsmitarbeiter des Jordanischen Verfassungsgerichts

Stiftung veranstaltet Seminare für zwei Gruppen der administrativen und technisch-juristischen Belegschaft in relevanten Themenbereichen

Am 7. und 8. Oktober haben zwei wissenschaftliche Mitarbeiter der Max-Planck-Stiftung Verwaltungsmitarbeiter des jordanischen Verfassungsgerichts in Seminaren zum Kapazitätenaufbau geschult. Die beiden Seminare sind Teil eines umfangreicheren Projekts zur Unterstützung des 2012 eingerichteten jordanischen Verfassungsgerichts. Ziel ist der Aufbau von Kapazitäten in Bezug auf internationale und rechtsvergleichende Fragen von Bedeutung in Zusammenarbeit mit den Richtern und ihren Mitarbeitern. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziert.

Teilnehmer des ersten Seminars waren persönliche Assistenten verschiedener Verfassungsrichter und Mitarbeiter aus den Abteilungen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen, Technik und Archiv. Die Themenbandbreite reichte von der Wichtigkeit des Staatsrechts und der Verfassungsgerichte im Allgemeinen über rechtsvergleichende Modelle der Verfassungsgerichtsverwaltung bis hin zur internen und externen Kommunikation.

 Das zweite Seminar richtete sich an persönliche Assistenten von Verfassungsrichtern, wissenschaftliche Mitarbeiter, Übersetzer und Direktoren der Abteilungen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, IT, Finanzen, Personal, Verwaltung und Bibliothek. Die Präsentation und Gruppenarbeit beschränkte sich nicht nur auf die Rechtsquellen von Verfassungsgerichten, sondern widmete sich auch den Bereichen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie dem Konzept der Verfassungskultur. Darüber hinaus wurde in dem Seminar das Problem der Glaubwürdigkeit und Legitimität des Verfassungsgerichts als relativ neuer Institution in Jordanien angesprochen.

Beide Seminare profitierten sehr von den wertvollen Beiträgen der überaus aktiven und engagierten Teilnehmer, wodurch sowohl den Veranstaltern als auch den Teilnehmern die Möglichkeit geboten wurde, voneinander zu lernen.