Workshop „The International Criminal Court and Its Relevance for Afghanistan“ mit der Afghanischen Unabhängigen Menschenrechtskommission

Die Stiftung empfing vom 19. bis 23. Oktober Mitglieder und weitere Mitarbeiter der Afghanischen Unabhängigen Menschenrechtskommission (AIHRC)

Die Max-Planck-Stiftung lud vom 19. bis  23. Oktober 2015 Mitglieder und weitere Mitarbeiter der Afghanischen Unabhängigen Menschenrechtskommission zu dem Workshop „The International Criminal Court and Its Relevance for Afghanistan“ nach Heidelberg ein. Zwei Experten auf diesem Gebiet, Prof. Payam Akhavan, McGill University, und Dr. Rod Rastan, Rechtsberater bei der Anklagebehörde des Internationalen Strafgerichtshofes, waren ebenfalls an der Durchführung des Workshops beteiligt.

Im Lichte der laufenden vorläufigen Untersuchungen von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf afghanischem Boden seit Afghanistans Ratifizierung des Römischen Statuts 2003 durch die Anklagebehörde waren die Themen des Workshops in zwei Bereiche aufgefächert. Erstens zielte er darauf ab, die Kenntnisse der Kommission über den Strafgerichtshof und seine Funktionsweise sowie seine mögliche Rolle bei der Verfolgung internationaler Verbrechen zu stärken. Zweitens sollte der Workshop die Möglichkeit eines Dialogs zwischen der Menschenrechtskommission und der Anklagebehörde in Situationen, in denen der Strafgerichtshof konkrete Fälle in Afghanistan untersucht und verfolgt, eröffnen.

Höhepunkt des Workshops war ein Besuch des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag. Nach einer Besichtigung des Gerichts konnte die Kommission mit demjenigen Team der Anklagebehörde sprechen, das für die vorläufige Untersuchung der Situation in Afghanistan verantwortlich ist. Diese Begegnung war für beide Seiten sehr bereichernd und ermöglichte beiden Institutionen, sich zumindest informell auf Formen der Zusammenarbeit bei bestimmten künftigen Rechtsfällen zu einigen.