Erster Workshop für inklusive Gruppe sudanesischer Interessenvertreter in Südafrika

Max-Planck-Stiftung organisiert Capacity-Building-Workshop in Pretoria als Teil des Projektes "Verfassungsberatung im Sudan"

Vom 4.–7. April 2016 führte die Max-Planck-Stiftung ihren siebten Workshop zum Thema "Design and Implementation of a Decentralised Constitutional System: Interrelationship between Levels of Government" für eine inklusive Gruppe bestehend aus 29 hochrangigen Vertretern/-innen der verschiedenen sudanesischen Parteien durch. Ziel des Projektes ist es, den Sudan bei seinen Bemühungen um einen zukünftigen Verfassungsprozess zu unterstützen. Die Teilnehmer/-innen des Workshops bestehend aus Vertretern/-innen der Regierung sowie der bedeutendsten politischen Oppositionsparteien, der sudanesischen Regionen und der Zivilgesellschaft, vereinten die verschiedenartigen politischen Ansichtspunkten, die in Bezug auf die unterschiedlichen Optionen für eine zukünftige verfassungsrechtliche Ordnung im Sudan existieren.

Während die vorherigen sechs Workshops in Khartum, Sudan, stattfanden, führte die Max-Planck-Stiftung diesen Workshop in Pretoria, Südafrika, gemeinsam mit der SARChI Professur im Internationalen Verfassungsrecht der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität von Pretoria durch. Die Durchführung des Workshops außerhalb Khartums, Sudan, trug positiv zum Verlauf des Workshops bei, da die Teilnehmer/-innen auch außerhalb der formalen Sitzungen des Workshops Zeit miteinander verbringen konnten und die offene und freie Diskussion während der formalen Workshop Sitzungen auch im Laufe der Abende, am Morgen oder während des Tages weiterführen konnten. Inhaltlich widmete sich der Workshop dem Aufbau und der Wechselbeziehung zwischen den unterschiedlichen Regierungsebenen. Wie auch während der vorherigen Workshops wurden die wissenschaftlichen Mitarbeiter/-innen der Max-Planck-Stiftung durch die Teilnahme internationaler sowie nationaler sudanesischer Experten unterstützt.

Neben der Komponente des Kapazitätenaufbaus zielt das Projekt ebenfalls darauf ab, zwischen den sudanesischen Interessenvertretern Vertrauen aufzubauen und Zuversicht zu bestärken, indem Diskussionen zu technischen Aspekten von Verfassungsprozessen über parteipolitische Grenzen hinaus angeregt werden.