Abschließender Workshop für inklusive Gruppe sudanesischer Interessenvertreter

Max-Planck-Stiftung organisiert achten Capacity-Building-Workshop im Rahmen des Projektes Verfassungsberatung im Sudan

In der Woche vom 9. Mai 2016 lud die Max-Planck-Stiftung in Khartum zu ihrem abschließenden dreitägigen Workshop mit dem Thema "Strengthening Justice and the Rule of Law: The Design of the Judiciary and its Role in Enforcing the Constitution". Während des Workshops versammelte die Max-Planck-Stiftung erneut eine inklusive Gruppe verschiedener sudanesischer Interessensgruppen bestehend aus Vertretern/-innen der bedeutendsten sudanesischen politischen Regierungs- und Oppositionsparteien sowie Vertretern/-innen der sudanesischen Regionen und der Zivilgesellschaft.

Inhaltlich konzentrierte sich der Workshop auf die technischen Aspekte des Aufbaus und der Stellung der Judikative innerhalb eines Rechtssystems und der ihr zugewiesenen Rolle im Hinblick auf den Schutz der Verfassung. Internationale Experten hielten rechtsvergleichende Präsentationen zu den verschiedenartigen Gerichtssystemen während die sudanesischen Experten im Gegenzug ihre Vorträge auf die Darstellung des sudanesischen Gerichtssystems und dessen historischer Entwicklung beschränkten. Indem einzelne Sessions des Workshops einzig für Diskussion vorgesehen waren, ermöglichte die Max-Planck-Stiftung den Teilnehmern/-innen des Workshops sich untereinander in einem neutralen Forum und über parteipolitische Interessen hinweg zu den bedeutenden Ansichten der derzeitigen nationalen Diskussion in Bezug auf die zukünftige verfassungsrechtliche Ordnung auszutauschen.

Neben der Weiterbildung zielte der Workshop ebenfalls darauf, den Dialog zwischen den verschiedenen Interessensvertretern anzuregen, gegenseitiges Vertrauen innerhalb der Gruppe zu stärken und ihre Bemühungen hinsichtlich eines friedvollen und inklusiven Verfassungsprozesses zu festigen.