Capacity Building Workshop für Mitglieder des jordanischen Verfassungsgerichts in Amman

Max-Planck-Stiftung führt den ersten Workshop in einer Serie durch

Vom 23.-25. August 2016 führte die Max-Planck-Stiftung, repräsentiert durch zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und den internationalen Experten Richter Adel Omar Sherif, stellvertretender Oberster Richter des ägyptischen Verfassungsgerichts, einen Workshop für die Mitglieder des jordanischen Verfassungsgerichts durch.

Der Workshop befasste sich mit dem Thema "Konkrete Normenkontrolle aus einer vergleichenden Perspektive". Das Hauptziel des Workshops war es, die verfahrensrechtlichen Dynamiken zwischen ordentlichen Gerichten und Verfassungsgerichten zu untersuchen. Dies ist besonders relevant für die Mitglieder des Verfassungsgerichts, da der Verweis durch ordentliche Gerichte einen der wichtigsten verfahrensrechtlichen Zugänge zum Verfassungsgericht in Jordanien darstellt. Insbesondere zielte der Workshop auf die Untersuchung der filternden Rolle des Kassationsgerichts ab, mit besonderem Augenmerk auf die Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um Fragen der Verfassungsmäßigkeit an das Verfassungsgericht zu verweisen. Der Workshop wurde durch einen Vortrag eines Mitglieds des jordanischen Verfassungsgerichts komplementiert, der das System der Verfassungsgerichtsbarkeit in Jordanien vor und nach der Etablierung des Verfassungsgerichts analysierte.

Eröffnet wurde der Workshop mit einer Ansprache von Fahd Al-Nsour, Vize-Präsident des Verfassungsgerichts und Dr. Gabriela Schütz, Erste Sekretärin der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland. Der Workshop wurde von der großen Mehrheit der Mitglieder des Gerichts, nebst dem Generalsekretär und Rechtsbeiständen, besucht.

Der Workshop war Teil einer der Komponenten des Projekts "Stärkung der Verfassungsordnung des Haschemitischen Königreich Jordanien: Erweiterung der Kapazitäten des Verfassungsgerichts, des Kassationsgerichts und der jordanischen Anwaltskammer".