Beginn der offiziellen Kooperation zwischen dem Verfassungsgericht der Republik Mali und der Max-Planck-Stiftung

Vertreter der Max-Planck-Stiftung unterzeichneten ein Kooperationsabkommen mit dem Verfassungsgericht in Bamako

Am 21. Februar 2017 unterzeichneten das Verfassungsgericht der Republik Mali und die Max-Planck-Stiftung ein Abkommen, durch das eine gemeinsame Agenda zur Kooperation festgelegt wurde. Mit dieser Agenda sollen die Kapazitäten des Gerichts in Bezug auf bestimmte Themen des internationalen und vergleichend öffentlichen Rechts gestärkt werden. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von achtzehn Monaten ausgelegt und umfasst verschiedene Workshops sowie beratende Maßnahmen. Während der Zeremonie übergab die Vertreterin der Max-Planck-Stiftung außerdem eine Zusammenstellung von über 200 Bänden vergleichend rechtlicher Fachliteratur an die Präsidentin des Verfassungsgerichtes zur Ergänzung der bestehenden Bibliothek des Verfassungsgerichts. Der Ankauf der Fachliteratur wurde durch eine großzügige Finanzierung des deutschen Auswärtigen Amtes möglich gemacht.

Zudem trafen sich die Vertreter der Max-Planck-Stiftung mit dem Minister für territoriale Verwaltung, Dezentralisierung und Staatsreform, Mohamed Ag Erlaf. Zu diesem Anlass übergab die Stiftung eine weitere Reihe von rechtvergleichenden Publikationen an das Ministerium, die die Arbeit des Expertenkomitees erleichtern sollen. Letzteres ist verantwortlich für die Erarbeitung der Vorschläge zur Verfassungsänderung in Mali. Dieser Prozess ist integraler Bestandteil der Implementierung des Friedensvertrags von 2015.