Erstes Seminar zum Völkerrecht für afghanische und pakistanische Juristinnen

Max-Planck-Stiftung führt Seminar zum Völkerrecht für grenzüberschreitende Teilnehmerschaft durch

Die Max-Planck-Stiftung führte vom 23. Mai bis 3. Juni 2016 ein Seminar für afghanische und pakistanische Jurastudentinnen und Juristinnen zum Völkerrecht durch. Ausgehend von einem grenzüberschreitenden Ansatz, zielte das Seminar darauf ab, die Expertise der Teilnehmerinnen im Bereich des Völkerrechts durch gemeinschaftliches Lernen zu stärken.

Experten der Max-Planck-Stiftung adressierten grundlegende Themen des Völkerrechts, sowie Themen  in Bezug auf internationales Recht und Staatenverantwortlichkeit. Zudem wurde eine ausführliche Übersicht über Menschenrechte und das System der Vereinten Nationen gegeben. Professor Muhammad Munir und Dr. Muhammad Mushtaq von der International Islamic University besprachen die Themen Anwendung von Gewalt und humanitäre Menschenrechte mit den Teilnehmerinnen. Das Seminar war interaktiv aufgebaut und umfasste Gruppenarbeit, Präsentationen und Mocktrials, um das gemeinschaftliche Lernen zu unterstützen.

Das Seminar ist Teil eines Programmes, das sich den Aufbau von Rechtsstaatlichkeit in Pakistan und Afghanistan zum Ziel gesetzt hat (2015 bis 2016). Sie Teilnehmerinnen werden nun wissenschaftliche, grenzüberschreitende Recherche zu einem Thema, das sie im Rahmen des Seminars aufgegriffen haben, vornehmen. Ihre Rechercheergebnisse werden sie im dritten Seminar des Programmes vorstellen.