Afghanische Regierung bittet die Stiftung ihre Unterstützung für Afghanistan auszuweiten

Meeting mit dem Afghanischen Zweiten Viezepräsidenten

Trotz der schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan setzt die Max-Planck-Stiftung ihre Arbeit in Afghanistan zur Unterstützung des Stabilisierungsprozesses des Landes fort.

In einem Meeting am 19. Juli 2017 brachte der Zweite Vizepräsident Afghanistans, Sarwar Danesh, dem Geschäftsführer der Max-Planck-Stiftung, Tilmann Röder, seine Dankbarkeit für das langanhaltende Engagement der Stiftung in Afghanistan zum Ausdruck und diskutierte mit ihm die derzeitigen Aktivitäten der Stiftung, die sich auf die Bereiche Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht und die akademische Zusammenarbeit konzentrieren.

Danesh, Professor im Öffentlichen Recht und Autor zu verfassungsrechtlichen Fragestellungen, bat die Stiftung ihre Arbeit in einigen Bereichen zu intensivieren, die als besonders relevant für die nachhaltige Entwicklung und Stabilisierung des Landes gelten. Dazu gehörte die Anfrage nach weiterer Unterstützung um die Umsetzung der afghanischen Verfassung zu fördern; weitere Unterstützung für das Justizministerium um Gesetze zu verbessern; die Verfassung von Kommentaren zu den wichtigsten Gesetzen (insbesondere zur Verfassung, zum Zivilgesetzbuch und zum Strafgesetzbuch). Er betonte außerdem die Bedeutung des Nationalen Juristischen Trainingscenters (National Legel Training Center, NLTC), in dem Juristen/-innen, die in der öffentlichen Verwaltung und anderen Institutionen arbeiten, ausgebildet werden, und bat die Stiftung um Unterstützung bei der juristischen Ausbildung am NLTC.

Eine Serie von Max-Planck- Manuals zu verschiedenen juristischen Themen ist in ganz Afghanistan sehr bekannt und angesehen. Der Zweite Vizepräsident hat daher darum gebeten, die Manuals noch weiter zu verbreiten und bat außerdem um weitere Konferenzen um den Austausch zwischen Akademikern in- und außerhalb Afghanistans zu fördern.