Vierte Afghan Legal Studies Konferenz in Kabul abgehalten

Journal of Afghan Legal Studies in Anwesenheit von afghanischen und internationalen Wissenschaftlern öffentlich vorgestellt

Mit Unterstützung ihres lokalen Teams veranstaltete die Max-Planck-Stiftung vom 14. bis 16. November 2017 in Kabul ihre jährliche Afghan Legal Studies Conference (ALSC). Gäste aus Dänemark, Deutschland, Italien, Iran, Pakistan, USA und Usbekistan nahmen an der Veranstaltung teil. In seine Eröffnungsrede unterstrich der langjährige Partner der Stiftung, Ghulam Hassan Gran (Innenministerium), die Bedeutung der rechtswissenschaftlichen Forschung für die Entwicklung des Landes. Sechs Doktorandinnen und Doktoranden, die im "Hamida Barmaki Stipendienprogramm" der Stiftung unterstützt werden, leiteten die Panels. Einige von ihnen haben bereits wichtige Positionen inne, wie z.B. Haroon Mutasem (Stellvertretender Dekan, Fakultät für Rechts- und Politikwissenschaften, Universität Kabul), Abdel-Ellah Sediqi (Botschafter der Islamischen Republik Afghanistan in Frankreich) und Lutforahman Saeed (Stellvertretender Vorsitzender, Unabhängige Kommission für die Überwachung der Einhaltung der Verfassung).

Die Herausgeber des neu gegründeten Journal of Afghan Legal Studies (JALS), Mohammad Hashim Kamali (Professor der Rechtswissenschaften), Tilmann Röder (Geschäftsführer, Max-Planck-Stiftung) und Lutforahman Saeed nutzten die Gelegenheit, um die Zeitschrift mit Artikeln in Dari, Paschtu und Englisch und Peer-Review-Verfahren öffentlich vorzustellen, Die JALS ist das einzige afghanische rechtswissenschaftliche Periodikum, das bei der ISSN-Organisation in Paris registriert ist. Die Zeitschrift behandelt - wie auch die Konferenz - alle wichtigen Bereiche des islamischen Rechts und des Staatsrechts. Mohammad Hashim Kamali und Tilmann Röder bekräftigten ihre Absicht, die Konferenzreihe fortzusetzen und luden die Doktoranden und alle anderen Wissenschaftler/-innen ein, sich diesen Bemühungen anzuschließen.