Konferenz über Reparationen und Intersektionalität in Kolumbien

UN-Sonderberichterstatter Pablo de Greiff spricht über Erfahrungen mit der Unterstützung der Opfer von Konflikten weltweit

Die Max-Planck-Stiftung und die kolumbianische Einheit für Opferbetreuung (Unidad para la Atención y Reparación Integral a las Víctimas) hat am 30. November 2017 eine gemeinsame Konferenz über Reparationen und Intersektionalität in Bogotá abgehalten. Die Konferenz ist der Abschluss eines Projektes, das darauf zielte, die Einheit für Opferbetreuung dabei zu unterstützen, diejenigen Opfergruppen des bewaffneten Konflikts zu priorisieren, die zugleich Opfer struktureller Diskriminierung sind. Diese Opfergruppen sind unter anderem Afrokolumbianer, Indigene, Personen mit Behinderungen und LGBTI zugehörige Personen. Im Laufe des Projektes wurden Mitarabeiter/-innen der Einheit für Opferbetreuung und anderer staatlicher Institutionen, die am Reparationsprozess beteiligt sind, von Expertinnen der Stiftung geschult, die intersektionale Herangehensweise anzuwenden. Diese stammt ursprünglich von der afroamerikanischen feministischen Bewegung und berücksichtigt besonders die Komplexität der Identität einer Person.

Referenten waren der UN-Sonderberichterstatter für die Wahrheitsförderung, Gerechtigkeit, Reparation und Garantien der Nichtwiederholung, Dr. Pablo de Greiff, und die Direktorin des Instituts für Intersektionalitätsforschung an der Simon Fraser University, Dr. Olena Hankivsky. Die Beiträge beider Referenten haben die Teilnehmenden, unter ihnen Experten und Praktiker aus verschiedenen Teilen des Landes, sehr geschätzt.

In ihren Abschlussbemerkungen dankten Tilmann Röder (MPFPR) und Ana Maria Torres Sanz (Einheit für Opferbetreuung) der Deutschen Botschaft Kolumbien und dem Auswärtigen Amt, das das Projekt finanziert hat, für die Unterstützung während des gesamten Projektes.