Workshop zu Kriegsverbrechen im Internationalen Strafrecht

Max-Planck-Stiftung unterstützt weiterhin den Kapazitätenaufbau im Bereich der Übergangsjustiz im Südsudan

Vom 20. bis 22. November 2017 hielt die Max-Planck-Stiftung den sechsten Workshop im Rahmen einer Weiterbildungsreihe ab, der die Kompetenzen des Supreme Courts und der Courts of Appeal im Südsudan auf dem Gebiet der Übergangsjustiz stärken soll. Der Workshop fand in Dschuba, Südsudan statt und wurde in Kooperation mit der südsudanesischen Justiz organisiert.

Der Workshop mit dem Titel: "Internationale Verbrechen I: Kriegsverbrechen" wurde von drei Vertreterinnen der Max Planck Stiftung durchgeführt. Der Schwerpunkt des Workshops lag auf einer theoretischen und rechtsvergleichenden Einführung in die völkerrechtliche Strafbarkeit von Kriegsverbrechen und behandelte insbesondere die Geschichte und Definition von Kriegsverbrechen, die rechtlichen Grundlagen des Verbots, die Elemente und Merkmale von Kriegsverbrechen, der rechtliche Rahmen  zur Verhinderung von Kriegsverbrechen und die individuelle Verantwortlichkeit für die Verursachung von Kriegsverbrechen. Ziel des Workshops war es, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung und Rechtsprechung in Bezug auf Kriegsverbrechen in der internationalen Rechtspraxis zu gewähren.

Am ersten Tag eröffneten der Oberste Richter des Südsudans Chan Reec Madut, der deutsche Botschafter in Dschuba Jan Hendrik von Thiel, und die Leiterin der Sub-Sahara Afrika Projekte der Max Planck Stiftung den Workshop.

Der Workshop fand im Rahmen des Projekts "Kapazitätenaufbau im Bereich der Übergangsjustiz im Südsudan" statt, das vom Auswärtige Amt finanziert und von der Max-Planck-Stiftung durchgeführt wird.