Workshop zum Thema „Einführung in Internationales Strafrecht“ für Richter der High Courts und der County Courts des Südsudans

Die Max-Planck-Stiftung hält einen weiteren Workshop unter der Schirmherrschaft des von der EU finanzierten Projekts zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit im Südsudan

Vom 26. bis 28. Juni 2018 hielt die Max-Planck-Stiftung in Kooperation mit der Judikative des Südsudans einen Workshop mit dem Titel "Einführung in Internationales Strafrecht" für ausgewählte Richter der High Courts und der County Courts ab. Der Workshop, der in Zusammenarbeit mit der Richterschaft des Südsudans organisiert wurde, bot einen Überblick über die Themen Übergangsjustiz und Rechtsstaatlichkeit und führte die Richter in das Gebiet des Internationalen Strafrechts ein.

Der dreitägige Workshop, welcher von drei Vertretern der Stiftung geleitet wurde, bot den Teilnehmern eine grundlegende Einführung in die Rolle des Internationalen Strafrechts im Bereich der Übergangsjustiz. Die einzelnen Sitzungen des Workshops behandelten breite, aber miteinander zusammenhängende Themen wie beispielsweise die verfassungsrechtliche Bedeutung verschiedener Mechanismen der Übergangsjustiz, Quellen des Internationalen Strafrechts, das Legalitätsprinzip sowie eine Einführung in die internationalen Straftaten wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord, Kriegsverbrechen und das Verbrechen der Aggression. Der Workshop schloss mit einer Fallstudie ab, welche die verschiedenen Themen des dreitägigen Workshops zusammenführte und die rechtliche Anwendung durch nationale Strafverfolgung internationaler Verbrechen hervorhob.

Der Workshop, der in Dschuba, Südsudan abgehalten wurde, wurde vom Chief Justice des Südsudans, H. E. Justice Chan Reec Madut, und einer Vertreterin der Stiftung eröffnet.

Der von der Europäischen Union finanzierte Workshop führte die Implementierung der Trainingskomponente des Projekts "Stärkung der Rechtsstaatlichkeit im Südsudan" fort.