Max-Planck-Stiftung hält Workshop zu Prinzipien und Verfahren internationaler Strafprozesse

Neunter Workshop mit dem Supreme Court und den Berufungsgerichten des Südsudans

Vom 12. bis 14. September 2018 hielten Vertreter der Max-Planck-Stiftung einen dreitägigen Workshop mit dem Titel 'Principles and Procedures of International Criminal Trials' unter Teilnahme von Richtern des Supreme Court und der südsudanesischen Berufungsgerichte ab. Auf Einladung des Richterstandes waren zudem eine Reihe von Richtern der südsudanesischen High Courts und County Courts anwesend.

Der Workshop, der in Juba, Südsudan, stattfand, wurde vom Chief Justice des Südsudans, Richter Chan Reec Madut, und einem Vertreter der Max-Planck-Stiftung offiziell eröffnet.

Der Schwerpunkt des Workshops lag auf den Verfahren der Strafverfolgung internationaler Verbrechen, sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene. Während am ersten Tag des Workshops die strafrechtliche Verfolgung nationaler und anderer internationaler Verbrechen durch hybride Tribunale sowie die verschiedenen Arten der strafrechtlichen Verantwortlichkeit untersucht wurde, wurden am zweiten Tag die Gründe für den völkerrechtlichen Ausschluss der strafrechtlichen Verantwortlichkeit sowie eine Studie über die Verfahrensrechte, die den Parteien, namentlich: den Angeklagten, den Opfern und den Zeugen, in einem internationalen Strafprozess zur Verfügung stehen, eingehend bearbeitet. Der dritte und letzte Tag des Workshops war einer Studie über den Kriterien der Urteilsfindung in internationalen Strafverfahren gewidmet. Darüber hinaus beinhaltete der Workshop eine Diskussion über Fallstudien, die den Teilnehmern eine hypothetische Matrix, basierend auf realen Ereignissen, bieten sollte. Alle Themen wurden in Bezug auf vergleichbare Grundsätze in südsudanesischen Gesetzen diskutiert.

Dieser vom Auswärtigen Amt finanzierte Workshop war Teil der Umsetzung der zweiten von drei Komponenten des Projekts "Supporting Transitional Justice Capacities in South Sudan" fort.