Die Max Planck Stiftung startet ihr neues von der EU gefördertes Projekt zur Unterstützung einer inklusiven Verfassungsreform im Sudan

Durchführung eines zweitägigen Vorbereitungstreffens für die Zielgruppe der sudanesischen Interessenvertreter in Khartum, das den Beginn des neuen Projektes kennzeichnet.

Am 1. und 2. Mai 2018 startete die Max-Planck-Stiftung ihr neues von der Europäischen Union gefördertes Projekt mit dem Titel "Unterstützung einer inklusiven Verfassungsreform im Sudan" mit einem Vorbereitungstreffen, das in Khartum, Sudan abgehalten wurde.

Für die Dauer der zwei Tage versammelte die Stiftung rund 30 Teilnehmer, welche als Kerngruppe der direkt durch die Projektaktivitäten begünstigten vorgesehen waren. Sie repräsentieren die Zivilbevölkerung (insbesondere Journalisten und Herausgeber aus der sudanesischen Medienlandschaft) sowie zahlreiche politische Parteien (einschließlich der Regierungspartei und wesentlicher Oppositionsparteien). Darüber hinaus hatte die Stiftung am ersten Tag der Sitzung die Vorsitzenden der wichtigsten politischen Parteien im Sudan eingeladen. Das Vorbereitungstreffen ermöglichte es der Stiftung, den Teilnehmern eine erste Einführung in das Projekt samt Ziele sowie Programm im Verlauf der 18-monatigen Projektimplementierung zu geben.

Frau Nadia Lichtenberger (Leiterin der Abteilung Politik, Presse und Kommunikation der Delegation der Europäischen Union im Sudan) eröffnete die Sitzung mit einer Willkommensrede, in der sie das Bestreben der Europäischen Union zur Unterstützung der Republik Sudan auf ihrem Weg zu einer stabileren Verfassungsordnung bestärkte.

Auch Herr Professor Dr. Dres. h.c. Rüdiger Wolfrum, der Geschäftsführer der Stiftung und Leiter des Sudan Projektes, hieß die Teilnehmer ebenfalls persönlich willkommen. Er betonte das Ziel des Projektes, welches gezielt darauf ausgerichtet ist, das Verständnis der Zivilbevölkerung von den im Land diskutierten verfassungsrechtlichen Fragen zu verstärken, indem sie mit relevantem Wissen aus dem Bereich des vergleichenden Verfassungsrechtes ausgestattet wird. Ein spezielles Augenmerk wird dabei auf die Einbeziehung von Gruppen aus den verschiedenen sudanesischen Regionen, wie beispielsweise Darfur, Blue Nile und Südkordofan gelegt.

Am zweiten Tag erhielten die Teilnehmer bereits ihr erstes inhaltliches Training durch zwei Fachvorträge zu Verfassungsprozessen, die von Herrn Professor Wolfrum und Herrn Professor Charles Fombad, einem internationalen Rechtsexperten der Universität Pretoria in Südafrika, gehalten wurden.

Diese Vorträge, sowie die Diskussionen, die während der zwei Tage stattfanden, dienen als Grundlage für die folgenden Workshops und Seminare der Stiftung, in denen die Teilnehmer technisches Training zum Kapazitätenaufbau und Fachwissen zu vergleichendem Verfassungsrecht erhalten werden.

Der erste Workshop wird Anfang September 2018 stattfinden.