Max Planck Stiftung hält abschließende Konferenz des AA Projekts mit dem Sudanesischen Parlament

Am 1. Dezember 2018 führte die Max-Planck-Stiftung ihre Abschlusskonferenz im Rahmen ihres vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts "Stärkung der juristischen Kapazitäten der Sudanesischen Legislative" in den Räumlichkeiten der sudanesischen Nationalversammlung in Omdurman durch.

Die Konferenz bildete den Abschluss des Programms zur Stärkung der juristischen Kapazitäten der Mitglieder der Nationalversammlung und des Council of States im Bereich des vergleichenden Verfassungsrechts. Während des 19-monatigen Programms hatte die Stiftung acht Workshops für Mitglieder des Parlaments zum Aufbau derer Kapazitäten in relevanten verfassungsrechtlichen Themen wie Wahlrecht, Menschenrechte und Regierungssysteme durchgeführt.

Zu der Konferenz hatte die Stiftung hochrangige politische Persönlichkeiten aus dem Sudan wie Führungspersönlichkeiten und leitende Vorsitzende der großen politischen Parteien (von Seiten der Regierung sowie auch der Opposition) und internationale Diplomaten, namhafte Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft neben den Parlamentariern, die an den vorangegangenen Workshops teilgenommen hatten, eingeladen.

Der Konferenztag bot der Stiftung die Gelegenheit, die Ergebnisse des gesamten, vom Auswärtigen Amt geförderten Programms, dem inklusiven Publikum vorzustellen. Dabei wurde die Stiftung von Herrn Holger Tillmann, dem stellvertretenden Leiter der deutschen Botschaft in Khartum, unterstützt.

Herr Professor Dr Rüdiger Wolfrum, Projektleiter und Geschäftsführer der Stiftung, betonte in seinem Vortrag die Rolle der Stiftung in der Zusammenarbeit im Bereich des Kapazitätsaufbaus mit den sudanesischen Institutionen. Darüber hinaus berichtete die stellvertretende Sprecherin des sudanesischen Parlaments, Frau Dr Badria Suleiman, von den positiven Erfahrungen der Parlamentsmitglieder selbst hinsichtlich der erhaltenen Schulungen. Sie betonte insbesondere, dass die Workshops und die gewählten Themen im Hinblick auf die derzeitige Situation des Sudans besonders sachdienlich waren, da sie so zeitgerecht organisiert wurden, dass sie von großem Nutzen für die Beratungen im Parlament waren. Anschließend erhielten sowohl die früheren Teilnehmer als auch die Vertreter der verschiedenen sudanesischen Parteien die Gelegenheit, die Arbeit der Stiftung sowie die aktuellen Reformen und die politische Situation im Land zu kommentieren und zu diskutieren.

Nicht nur aus diesem Grund bildete die Konferenz einen erfolgreichen Abschluss des Gesamtprogramms und ebnete den Weg für die Fortsetzung der erfolgreichen Diskussionen und der Durchführung weiterer Maßnahmen zum Kapazitätenaufbau im Jahr 2019.