Die Max-Planck-Stiftung

Die Max-Planck-Stiftung für Internationalen Frieden und Rechtsstaatlichkeit gemeinnützige GmbH unterstützt den Wiederaufbau und die Reform von Staaten, die grundlegende Veränderungen im Bereich ihrer verfassungsmäßigen Ordnung erfahren haben. Hierzu zählen Staaten, die sich darum bemühen, ihre öffentliche Ordnung nach Bürgerkriegen wiederaufzubauen oder die einen grundlegenden Reformprozess durchgehen (wie Afghanistan, Sudan, Somalia), ebenso wie neue Staaten, die nach Abspaltung entstanden sind (wie Südsudan), und diejenigen Staaten, die ihre Rechtsordnungen nach dem Arabischen Frühling neu gestalten.

Dabei werden im Wesentlichen zwei Ansätze verfolgt: Der erste umfasst die Beratung und Unterstützung von Institutionen bei der Entwicklung neuer und der Überarbeitung bestehender Verfassungen und Gesetze; hierzu gehörten auch Reformen der Gesetzgebungsverfahren.

Der zweite Ansatz richtet sich auf die Ausbildung von Parlamentariern, anderer am Gesetzgebungsprozess beteiligten Personen und Vertretern der Zivilgesellschaft sowie auch Weiterbildungen für Richter und andere Juristen.

Beide Ansätze – Beratung und Ausbildung – werden oft miteinander verbunden. Zu den häufig nachgefragten thematischen Schwerpunkten gehören Verfassungsrecht, Völkerrecht (insbesondere Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht), die Beziehungen zwischen innerstaatlichem Recht und Völkerrecht, Verfahren vor nationalen Gerichten, Grundsätze des fairen Verfahrens und juristische Techniken.

Die Projekttätigkeit der Max-Planck-Stiftung wird von einem stetigen Forschungsprozess mit rechtsvergleichendem Forschungsansatz begleitet.

Alleingesellschafterin der Stiftung ist die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V., eine unabhängige Forschungsorganisation mit über 80 Instituten und wissenschaftlichen Einrichtungen.