Recht und Entwicklung - Gemeinsame Diskussionsgruppe mit dem MPIL

Die Brownbag-Lunch-Diskussionsgruppe wurde als Plattform für den direkten Austausch zum Thema Recht und Entwicklung zwischen Wissenschaft und Praxis gegründet. Vortragende aus der Wissenschaft sollen neue Forschungsergebnisse in die Praxis von Recht und Entwicklung einbringen und Praktiker bestehender Forschung neue Erkenntnisse zur Verfügung stellen.

Die Forschung zum Thema Recht und Entwicklung ist sich der Bandbreite des Angebots aus verschiedenen Theorien, das von den neoliberal-ökonomischen, rechtsvergleichenden zu postkolonialen Ansätzen reicht oder auch die einflussreichen Gerechtigkeitsdiskurse der politischen Theorie einschließt, bewusst. Die verschiedenen Ansätze formen und begründen Argumente. Ebenso prägen die Diskurse über internationale Politik das Forschungsgebiet Recht und Entwicklung. Besonders wichtig sind hier die Einflüsse der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und dem Ausschuss für Entwicklungshilfe (DAC) der OECD, dessen Aufgabe als Institution ist, multilaterale und bilaterale Geber zu vernetzen. Nennenswert sind außerdem die vielzähligen Debatten zu Recht und Entwicklung innerhalb der akademischen Institutionen, Think Tanks, der Zivilgesellschaft und der Gebergemeinschaft.

Die Diskussionsgruppe schafft eine Plattform und ein Netzwerk aus Vertreter/-innen der Wissenschaft und der Praxis zum Thema Recht und Entwicklung zwischen der Stiftung, dem MPIL und seinen Gästen sowie möglichen externen Referent/-innen. Durch eine offene Atmosphäre soll ein vertraulicher (akademischer) Diskurs und Austausch stattfinden.

Die Diskussionsgruppe findet alle drei bis vier Monate statt. In jedem Meeting wird eine Referentin oder ein Referent einen strukturierten Einblick in ein Thema geben, gefolgt von einem Kommentar und einer ausführlichen Diskussion. Die Diskussionsgruppe ist offen für alle Interessenten. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte per E-Mail an die Organisatorinnen.

Das neue Format der Diskussionsgruppe Recht und Entwicklung setzt jährliche thematische Schwerpunkte, bleibt in den einzelnen Treffen aber ein offenes Diskussionsformat.

Der thematische Schwerpunkt für 2017-2018 liegt auf Rechtstaatlichkeit in Frieden und Konflikt. Die Anwendung des Konzepts von Rechtstaatlichkeit in diesem Kontexte gewann in den letzten Jahren auf nationaler, manchmal auch regionaler und internationaler Ebene immer mehr an Bedeutung. Demnach sind Rechtstaatlichkeits- und Demokratieförderung stets auseinandersetzungswürdige Konzepte, die als Grundlage für akademisch spannende Diskussionen dienen werden.