Wasserrecht und Zusammenarbeit in der Euphrat-Tigris-Region: ein rechtsvergleichender und interdisziplinärer Ansatz (abgeschlossenes Projekt)

Veröffentlichung in Kooperation mit Dr. Aysegül Kibaroglu, Okan Universität (Istanbul)

„Wasserrecht und Zusammenarbeit in der Euphrat-Tigris-Region: ein rechtsvergleichender und interdisziplinärer Ansatz“ greift das vermehrte Interesse für Fragen rund um die Governance von internationalen Gewässern im Rahmen des internationalen Jahres der Wasserkooperation der Vereinten Nationen (2013) auf, um unterschiedliche Gesichtspunkte hinsichtlich des Managements der Flüsse Euphrat und Tigris mit besonderem Fokus auf den rechtlichen Regulierungsrahmen, zu untersuchen.

Neben Beiträgen zu nationalem Wasserrecht, von Rechtswissenschaftlern aus den jeweiligen Anrainerstaaten, bietet das Buch eine einzigartige interdisziplinäre Perspektive auf politische, hydrologische und umweltbezogene Aspekte des Wassermanagements in der Region. Zudem werden die übergreifenden rechtlichen Implikationen einer gemeinschaftlichen Nutzung von Wasser sowie Wasserbewirtschaftung analysiert.

Darüber hinaus dient die Publikation als umfassende Analyse modernen Wasserrechts, da es vergleichende Studien rechtlicher und institutioneller Aspekte von Wassermanagementsystemen anderer internationaler Flusssysteme beinhaltet. Rechts- und Politikwissenschaftler, Spezialisten der Konfliktbeilegung, sowie Ökonomen und politische Entscheidungsträger werden darin ein maßgebliches neues Werk finden können.

Die Veröffentlichung ist das Ergebnis des Projekts „Wasserkonflikte im Völkerrecht“ des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, das vom Deutschen Auswärtigen Amt finanziert wurde. Der Schwerpunkt der Projektarbeit lag während der vergangenen beiden Jahre auf der Region von Euphrat und Tigris. Neben der Entwicklung einer Datenbank für das relevante nationale und internationale Recht, welches im Falle von grenzüberschreitenden Wasserkonflikten anwendbar ist, hat das Projekt unter anderem geholfen, ein Netzwerk von sowohl internationalen als auch regionalen Experten und Wissenschaftlern, die zu diesem Thema arbeiten, aufzubauen.

Diese Arbeit mündete im Mai 2012 in der internationalen und interdisziplinären Konferenz „Advancing Cooperation in the Euphrates and Tigris Region: Institutional Development and Multidisciplinary Perspectives“, die an der Okan Universität in Istanbul in der Türkei stattfand. Die Teilnehmer/-innen der Konferenz waren Wissenschaftler der unterschiedlichsten Disziplinen aus allen Anliegerstaaten sowie anderen Nationen. Bei den dort diskutierten und auch in der Publikation behandelten Themen handelt es sich um einige der grundlegendsten Fragen für diese Region.

Herausgeber

Aysegül Kibaroglu (Okan Universität Istanbul), Adele J. Kirschner (Max-Planck-Stiftung), Sigrid Mehring (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ), Rüdiger Wolfrum (Max-Planck-Stiftung)