Stärkung der Justiz in „vergessenen Provinzen“ – Phase 2 (abgeschlossenes Projekt)

Mit dem Projekt Juristenausbildung in den „vergessenen Provinzen“ sollen problematische Lücken der juristischen Ausbildung in Afghanistan geschlossen werden. Diese Lücken resultieren daraus, dass sowohl afghanische Institutionen, als auch die Internationale Gemeinschaft dem Justizsektor nur in einigen Provinzen die nötige Unterstützung gewährt hat – darunter insbesondere wichtige und große Städte wie Herat, Mazar oder Jalalabad und Provinzen mit finanziell gut ausgestatteten Wiederaufbauteams (engl. PRTs) wie Helmand oder Kunduz. Andere Gebiete wurden regelrecht „vergessen“; dies gilt besonders für unsichere, ländliche und gebirgige Provinzen wie Nuristan, Nimrus, Farah, Ghor und Daikundi.

Um herauszufinden, wo genau solche Lücken in der Rechtsausbildung existieren, ist es zunächst erforderlich, diese in einer ersten Untersuchungsphase zu bewerten. Auf dieser Grundlage werden sechs bis acht Provinzen ausgewählt, die am dringendsten profunde juristische Schulungen benötigen. Das Max-Planck-Team wird die Justizinstitutionen in diesen Provinzen mit einem speziellen Programm unterstützen – durch Schulungen, Beratung und evtl. die Verbreitung von Wissen über Radio und anderen Medien.

Projektziel ist es, die Einhaltung von rechtsstaatlichen und menschenrechtlichen Minimalstandards in besonders schwach entwickelten, vernachlässigten Provinzen zu fördern.

Laufzeit

1. Januar 2013–31. Dezember 2015

Finanzierung