Weiterbildungen für Anwälte im Flüchtlingsrecht in Pakistan (abgeschlossenes Projekt)

In den vergangenen vier Jahrzehnten sind Millionen Menschen vor Konflikten in Afghanistan nach Pakistan geflohen. Pakistan arbeitet diesbezüglich bereits mit Afghanistan und dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) zusammen, doch die Geflüchteten stehen weiterhin vor Herausforderungen im Land. Insbesondere haben die geflüchteten Menschen nur begrenzten Zugang zu Rechtshilfe und juristischem Schutz, auch in Fällen von mutmaßlichen Rechtsverletzungen. Zudem wurden in jüngster Zeit auch Bedenken hinsichtlich der Art der Rückführung und Wiedereingliederung bei einer Rückkehr nach Afghanistan erhoben.

In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich, dass Geflüchtete die notwendige Rechtshilfe und den juristischen Schutz erhalten, um ihre Rechte und ihren Status in Pakistan zu schützen. Allerdings fehlen Rechtsanwälte mit Fachwissen im Flüchtlingsrecht und den Menschenrechten, um die afghanischen Geflüchteten im Land zu unterstützen. Als Reaktion darauf hat die Max-Planck-Stiftung zusammen mit dem Community Appraisal and Motivation Programme (CAMP) dieses Projekt zur Weiterbildung eingerichtet.

Ziel des Projektes ist es, die juristischen Kenntnisse von Anwälten für Flüchtlingsrecht durch ein umfassendes Weiterbildungsprogramm, das sich auf die einschlägigen internationalen und nationalen Standards der Menschenrechte und des Flüchtlingsrechts konzentriert, zu stärken. Die Kenntnisse der Rechtsanwälte im Völkerrecht werden gestärkt und fehlende Kenntnisse über die nationalen Rechtsnormen durch interaktive Übungen gefördert. Dadurch sollen die teilnehmenden Anwältinnen und Anwälte dazu ermutigt werden, diese Instrumente in ihre tägliche Arbeit einzubinden. Als Ergebnis dieses Projekts werden diese ein verbessertes Angebot an Rechtshilfe und Schutz für afghanische Flüchtlinge in Pakistan bieten können.

Laufzeit

März 2017–Mai 2017

Finanzierung

UNHCR