Seminare für Justizministerium und Anwaltskammer (abgeschlossenes Projekt)

Die Max-Planck-Stiftung setzt die Projekttätigkeiten der Arbeitsgruppe Globaler Wissenstransfer des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (MPIL) fort, die im Jahr 2002 begannen.

Im Jahr 2005 unterzeichneten die sudanesische Regierung und die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) ein Umfassendes Friedensabkommen (CPA) und beendeten damit zwei Jahrzehnte Bürgerkrieg im südlichen Sudan. Basierend auf diesem Friedensabkommen wurde eine Nationale Interimsverfassung (INC) in Kraft gesetzt, die der Region im südlichen Sudan weitreichende Regierungsautonomie und umfassende politische und fiskalische Rechte zusprach. Nach einem Referendum im Jahr 2011 wurde der Süden gänzlich unabhängig. Dennoch blieb die Interimsverfassung nach Abspaltung des Südens in Kraft und eine Debatte über eine Neuausrichtung der sudanesischen Verfassung setzte ein, um fundamentalen politischen und rechtlichen Veränderungen im Norden Rechnung zu tragen. Neben Ausbildungsprojekten für juristisches Fachpersonal beriet das Max-Planck-Team auch zu verfassungsrechtlichen Fragen, Gesetzesreform und der Mediation. Damit wurden auch die Friedensverhandlungen in Machakos unterstützt, die zum CPA führten. Weitere Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden im „Heidelberg Darfur Outcome Document“ festgehalten und trugen damit zum Friedensabkommen von Darfur bei, das im Juli 2011 unterzeichnet wurde. Die Arbeitsgruppe unterstützte außerdem Verfassungsprozesse, die nationalen Wahlen im Jahr 2010 und das Referendum im Jahr 2011 mit rechtlicher Expertise.

Die Max-Planck-Stiftung führt derzeit ein Ausbildungsprogramm für Juristinnen und Juristen verschiedener Abteilungen des sudanesischen Justizministeriums sowie für Rechtsanwälte der sudanesischen Anwaltskammer in Khartum durch.

Laufzeit

1. April 201431. Juli 2014

Finanzierung