Ukraine (abgeschlossenes Projekt)

Die nationale Menschenrechtsstrategie für die Ukraine, die 2014 entworfen wurde, soll zwischen 2015 und 2020 umgesetzt werden. Eines ihrer Hauptziele ist, „Diskriminierung in allen Bereichen und allen Ebenen des öffentlichen Lebens zu bekämpfen" und „effektive Mechanismen zur Vermeidung und Bekämpfung von Diskriminierung zu entwickeln und umzusetzen". Der ukrainische Parlamentsbeauftragte für Menschenrechte ist eine Institution, die zur Implementierung der Strategie besonders beitragen soll.

Das Projekt der Max-Planck-Stiftung wird zum Stabilisierungsprozess beitragen indem das Büro des Parlamentsbeauftragten zum Thema Anti-Diskriminierung weitergebildet wird und andere Beteiligte, wie öffentliche Behörden und Organisationen der Zivilgesellschaft, die zu mehr Gleichheit und gegenseitiger Toleranz in der Ukraine beitragen können, eingebunden werden. Das übergeordnete Ziel des Projektes ist, die effektive Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz gegen Diskriminierung in der Ukraine sicherzustellen und Respekt für das Gleichheitsprinzip zu fördern, das auf den Zielen der Strategie zur Verhinderung und Bekämpfung von Diskriminierung in der Ukraine 2014-2017 beruht. Das spezifische Ziel des Projektes ist, den Parlamentsbeauftragten bei der Umsetzung der Strategie zu unterstützen; berufliche Qualifikationen seiner Mitarbeiter/-innen hinsichtlich der Interpretation und Anwendung von Menschenrechtsstandards über Anti-Diskriminierung zu verbessern; das Büro des Parlamentsbeauftragten im Umgang mit öffentlichen Behörden zu schulen; die Effektivität der Umsetzung der Empfehlungen des Parlamentsbeauftragten zu verbessern; das Bewusstsein anderer teilhabender Akteure einschließlich öffentlicher Behörden und Nichtregierungsorganisationen für internationale Anti-Diskriminierungsstandards und good practices anderer Gleichstellungsbehörden sowie für die Rolle und Funktion des Büros des Parlamentsbeauftragten zu stärken.

Um die Projektziele zu erreichen, werden ein Trainingsprogramm und Seminarunterlagen vorbereitet und insgesamt fünf Workshops über Nicht-Diskriminierung durchgeführt, davon einer in Kiew und vier in den Regionen. Workshops werden in den westlichen und östlichen Teilen der Ukraine sowie im Süden des Landes durchgeführt. In der ersten Projektphase wird die Ausbildung für die späteren Trainer (Training of Trainers) abgeschlossen, bevor weitere Workshops in den Regionen stattfinden. Eine Study Tour einer ukrainischen Delegation nach Deutschland wird im Juni 2016 stattfinden.

Laufzeit

1. Januar 2016-31. Dezember 2016

Finanzierung