Antikorruptions-Studie (abgeschlossenes Projekt)

Korruption ist ein weit verbreitetes Phänomen, das auch die Länder der Donauregion vor große Herausforderungen stellt. Zwar bestehen auch zwischen diesen Ländern gewisse Unterschiede in der Verbreitung von Korruption, aber der Vergleich zu Nachbarstaaten zeigt, dass der Kampf gegen Korruption in dieser Region besonders große Defizite aufweist.

Die Max-Planck-Stiftung unterstützt in diesem Zusammenhang die Konrad-Adenauer-Stiftung bei ihrem Projekt zur Korruptionsbekämpfung in der Donauregion durch die Anfertigung einer Studie zu regionalen „best practice“-Ansätzen.

Ziel der Studie ist es daher, erfolgversprechende Maßnahmen aufzuzeigen, die bereits umgesetzt sind, oder aber auch noch in der Entwicklungsphase sind. Damit sollen vor allem Anreize gesetzt werden, um aktives Vorgehen gegen Korruption zu stärken. Die Studie soll es ermöglichen, Maßnahmen und Ansätze der Korruptionsbekämpfung und -prävention anderer Länder zu analysieren und herauszufinden, inwiefern diese auch als Maßnahme innerhalb des eigenen Landes erfolgversprechend sein könnten.

Die Entstehung der Studie erfolgt in Kooperation mit dem bulgarischen Innenministerium. Durch direkten Austausch und die Auswertung von Fragebögen werden die bestehenden Maßnahmen analysiert und, sofern möglich, einer ersten Bewertung unterzogen. Somit können einige der in der Donauregion bereits eingesetzten Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung nicht nur aufgezeigt werden, sondern darüber hinaus auch die Maßnahmen genannt werden, die zumindest von nationaler Ebene als erfolgversprechend eingestuft werden. Eine solche Darstellung dient neben einer Momentaufnahme der nationalen Vorgehensweisen als Hilfestellung für die Staaten, da ihnen konkrete Schritte aufgezeigt werden, um Korruption effektiver einzudämmen.

Schließlich bietet die Studie die Möglichkeit einer verstärkten Vernetzung unter Experten und Akteuren im Kampf gegen die Korruption, da sie die Verantwortlichen zu einem Austausch anregen soll. „Best practices“ sind kein abstrakter Lösungsvorschlag, sondern haben den Vorteil, dass sie konkret angewandt werden. Probleme, Hürden und Erfolge können ausgetauscht werden und ein Lernprozess, basierend auf einem gegenseitigen Austausch, ist möglich.