Dritter Workshop mit dem südsudanesischen Supreme Court in Dschuba

Die Stiftung hat den dritten Workshop in Folge zur Stärkung der technisch-juristischen Fertigkeiten des südsudanesischen Supreme Court durchgeführt

Vom 27. bis zum 29. Oktober hat die Max-Planck-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem südsudanesischen Supreme Court in Dschuba, Südsudan, den dritten von vier geplanten Workshops veranstaltet. Die Workshops zielen darauf ab, den südsudanesischen Supreme Court dabei zu unterstützen, seine Verantwortung als Verfassungsgericht des Südsudans wahrzunehmen (Art. 126 [2] der südsudanesischen Übergangsverfassung von 2011).

Der Workshop unter dem Titel „Verfassungsrechtssprechung im Bereich der Menschenrechte“ wurde von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern der Max-Planck-Stiftung unter Mitwirkung von Richter John Wuol Makec, dem früheren Obersten Richter des Südsudans, und Prof. Akolda Maan Tier, Vorsitzender der Nationalen Kommission zur Verfassungsreform, als Experten aus dem Südsudan, sowie Dr. Bonolo Dinokopila aus Botswana als internationaler Experte durchgeführt. Analysiert wurden rechtsvergleichende Modelle der nationalen Rezeption internationaler Menschrechte aus einer regionalen und internationalen Perspektive. Darüber hinaus wurden die nationale Rechtsprechung und Anwendung von Menschenrechten und individuellen Beschwerdemechanismen aus einer rechtsvergleichenden afrikanischen Perspektive sowie in Bezug auf den südsudanesischen Supreme Court betrachtet. Ziel des Workshops war es, einen Beitrag zur Entwicklung von Verfassungsprinzipien, Rechtsstaatlichkeit und guter Regierungsführung im Südsudan zu leisten.

Der Workshop wurde vom deutschen Botschafter im Südsudan, Johannes Lehne, dem Obersten Richter des südsudanesischen Supreme Courts, Richter Chan Reec Madut, und einer Repräsentantin der Max-Planck-Stiftung eröffnet. Der vierte und letzte Workshop in der Reihe mit den Richtern des südsudanesischen Supreme Court findet noch vor Ende des Jahres 2015 statt.

Die Workshop-Reihe stellt die erste von zwei Komponenten des Programms „Technische Unterstützung des südsudanesischen Supreme Court“ dar, das vom Auswärtigen Amt finanziert und von der Max-Planck-Stiftung durchgeführt wird.