Viertes Seminar zum „Internationalen Vertragsrecht“ in Dschuba, Südsudan

Die Max-Planck-Stiftung hat eine „Seminarreihe zum Internationalen Vertragsrecht“ für Ministerialbeamte verschiedener südsudanesischer Ministerien initiiert. Insgesamt fanden in Dschuba im Laufe des Jahres 2013 fünf dieser Seminare mit renommierten internationalen Experten statt

Der Südsudan ist das jüngste Mitglied der internationalen Staatengemeinschaft. Als Mitglied der Vereinten Nationen ist der Südsudan an die fundamentalen Prinzipien der internationalen Rechtsordnung gebunden, wie den Einsatz für Frieden und die Achtung der Menschenrechte.

Auf Bitte des südsudanesischen Ministeriums für Kabinettsangelegenheiten hat die Max-Planck-Stiftung mit finanzieller Unterstützung durch das deutsche Auswärtige Amt ein Kapazitätenaufbauprogramm für verschiedene südsudanesische Ministerien zum internationalen Vertragsrecht gestartet. Insgesamt wurden in Dschuba im Laufe des Jahres 2013 fünf Seminare mit renommierten internationalen Experten abgehalten.

Dieses vierte Seminar der Veranstaltungsreihe zum Völkervertragsrecht befasste sich mit dem Verhältnis von nationalem Recht und Völkerrecht. Zusätzlich wird das Seminar Fragen der Staatennachfolge behandeln. In diesem Kontext wurde auch ein Blick auf die rechtlichen Auswirkungen von Verträgen geworfen, die der Sudan vor der Unabhängigkeit des Südsudans im Jahre 2011 ratifiziert hatte.

Das Seminar wurde durchgeführt von Professor Muna B. Ndulo, Rechtsprofessor und Direktor des Instituts für Afrikanische Entwicklung an der Cornell Universität in den USA. Professor Ndulo wurde unterstützt von zwei Referenten des Afrikateams. Zwischen 20 und 25 südsudanesische Rechtsberater und Ministerialbeamte nahmen an dem Seminar teil, welches vom 15.18. Oktober 2013 in Dschuba, Südsudan, stattfand.