Abschließende Konferenz in Khartum, Sudan

Max-Planck-Stiftung organisiert Konferenz zum Abschlussdes Projektes

Am 12. Mai 2016 hielt die Max-Planck-Stiftung in Khartum eine Konferenz zu dem Thema "Strengthening the Constitutional Process in Sudan: Challenges and Opportunities" ab. Die Konferenz erfolgte zum Abschluss des Projektes zur Unterstützung der Bemühungen hinsichtlich eines Verfassungsprozesses im Sudan ("Constitutional Support in Sudan: Trust Building Measures"), das die Max-Planck-Stiftung seit 2014 durchgeführt hat. Die Max-Planck-Stiftung hatte zu dieser hochrangigen Veranstaltung die Führungskräfte und die leitenden Vorsitzenden der größten politischen Parteien und Interessengruppen im Sudan geladen, sowie Richter/-innen, Botschafter, sudanesische Wissenschaftler/-innen und die Teilnehmer/-innen der bisherigen Workshops, um ihnen die Errungenschaften des Projektes vorzustellen. Die acht Workshop-Aktivitäten während der letzten 21 Monate richteten sich an eine inklusive Gruppe von Vertretern/-innen der größten sudanesischen Parteien, sowohl von Seiten der Regierung als auch der Opposition, der sudanesischen Regionen und der Zivilgesellschaft. Ziel des Projektes war es, inhaltliche Diskussionen zwischen den einzelnen Interessensgruppen und über die Parteigrenzen hinaus zu den unterschiedlichen Optionen einer zukünftigen verfassungsrechtlichen Ordnung im Sudan zu fördern.

Der Assistent des Präsidenten der Republik Sudan, Ibrahim Mahmoud Hamid, eröffnete die hochrangige Konferenz gemeinsam mit dem Botschafter der Europäischen Delegation im Sudan, Tomáš Uličný, sowie dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland im Sudan, Rolf Welberts. Beide Botschafter sprachen über ihr Engagement und ihre Unterstützung des Projektes sowie die positiven Auswirkungen, die das Projekt insgesamt auf den sudanesischen Prozess hatte. Im Anschluss daran informierte Professor Rüdiger Wolfrum, Geschäftsführer der Max-Planck-Stiftung und Leiter des Projektes , das inklusive Forum über den erfolgreichen Ablauf und die Ergebnisse des Projektes. Abschließend bat er die geladenen Vertreter/-innen, ihre Ansichten bezüglich der derzeitigen größten Herausforderungen, die sich der Sudan im Hinblick eines inklusiven Verfassungsprozesses stellen müsste, zu teilen.

In dieser Hinsicht äußerte sich das Forum zu den derzeitig bedeutendsten Bedürfnissen der sudanesischen Bevölkerung und nannte unter anderem die Forderung nach einer neuen sudanesischen Verfassung, die alle Sudanesinnen und Sudanesen repräsentiere und jede einzelne Identität widerspiegle. Darüber hinaus wurde eine hinreichende politische Bildung der Zivilgesellschaft im Hinblick auf die in der Verfassung verankerten Rechte gefordert. Während der Diskussionen erhielt die Max-Planck-Stiftung ebenfalls Rückmeldung zu ihrer Arbeit sowie den Leistungen des Projektes. Die Aktivitäten der Max-Planck-Stiftung wurden von dem Forum äußerst begrüßt. Dies galt insbesondere auch bezüglich dieses Events, dessen Wiederholung ausdrücklich gewünscht wurde. Die Rückmeldung der Teilnehmer/-innen war für die Stiftung von besonderer Bedeutung, da dies der Stiftung die Möglichkeit bietet, auch zukünftige Aktivitäten auf die Bedürfnisse der Interessensgruppen vor Ort auszurichten. Denn auch über dieses spezielle Projekt hinaus wird die Max-Planck-Stiftung mit Hilfe der Europäischen Union und des Auswärtigen Amtes ihre Bemühungen zur Unterstützung der sudanesischen Bevölkerung mit Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung weiterführen.