Zweiter Workshop mit dem Supreme Court und den Courts of Appeal im Südsudan

Max-Planck-Stiftung führt Workshop im Bereich der Übergangsjustiz durch

Ende November 2016 führte die Max-Planck-Stiftung den zweiten Workshop in einer Reihe zur Aus- und Weiterbildung im Bereich der Übergangsjustiz für den Supreme Court und die Courts of Appeal durch. Der Workshop wurde in Zusammenarbeit mit dem südsudanesischen Supreme Court und den Courts of Appeal organisiert. Ziel der Seminarreihe ist es, den südsudanesischen Gerichten auf dem Gebiet der Übergangsjustiz fachliche Expertise zu vermitteln und diese beratend zu unterstützen. Der Workshop fand in Dschuba statt.

Unter dem Titel "Mechanismen der Übergangsjustiz" führten drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Stiftung den Workshop durch. Zudem hielt ein Richter des Supreme Courts einen Vortrag über traditionelle Rechtssysteme im Südsudan. Nach einer generellen Einführung in die Rolle von Übergangsjustizmechanismen in Friedensabkommen, wurde im Laufe des Workshops ein Vergleich von außergerichtlichen Mechanismen der Übergangsjustiz durchgeführt. Anschließend wurden der rechtliche Rahmen, die Mandate sowie die Zusammensetzung von Wahrheitsfindungskommissionen, Reparationsmechanismen und institutionelle Reformen aus vergleichender Perspektive betrachtet.

Der Deputy Chief Justice des Supreme Courts, Richter John Gatwech Lul, sowie eine Vertreterin der Max-Planck-Stiftung eröffneten den Workshop. Nach der erfolgreichen Durchführung dieses Workshops bereitet die Max-Planck-Stiftung nun den nächsten Workshop für Januar 2017 vor.

Die Workshops sind die erste von insgesamt drei Komponenten im Projekt "Supporting Transitional Justice Capacities in South Sudan", das vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert und von der Max-Planck-Stiftung durchgeführt wird.