Zweites Seminar zum Völkerrecht für afghanische und pakistanische Juristinnen

Max-Planck-Stiftung führt Seminar im Bereich des öffentlichen Strafrechts mit grenzüberschreitender Teilnehmerschaft durch

Die Max-Planck-Stiftung führte vom 11. bis 22. Juli 2016 ein Seminar für afghanische und pakistanische Jurastudentinnen und Juristinnen im Bereich des öffentlichen Strafrechts durch. Ausgehend von einem grenzüberschreitenden Ansatz, zielte das Seminar darauf ab, die Expertise der Teilnehmerinnen im Bereich des Völkerrechts durch gemeinschaftliches Lernen zu stärken.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Max-Planck-Stiftung stellten den Teilnehmerinnen die Geschichte und grundlegenden Konzepte des internationalen Strafrechts vor, sowie die individuelle Verantwortung im Strafrecht. Sie adressierten unterschiedliche Typen der Rechtsprechung und verschiedene internationalen Straftribunale. Der Experte, Manuel Ventura vom Sondertribunal für den Libanon, führte ausführliche Unterrichtseinheiten zu den häufigsten Verbrechen, dem Internationalen Strafgerichtshof sowie der nationalen Implementierung von internationalem Strafrecht durch. Das Seminar war interaktiv aufgebaut und umfasste Gruppenarbeit, Präsentationen und Mocktrials.

Das Seminar ist Teil eines Programmes, das sich den Aufbau von Rechtsstaatlichkeit in Pakistan und Afghanistan zum Ziel gesetzt hat (2015 bis 2016). Sie Teilnehmerinnen werden nun wissenschaftliche, grenzüberschreitende Recherche zu einem Thema, das sie im Rahmen des Seminars aufgegriffen haben, vornehmen. Ihre Rechercheergebnisse werden sie im vierten Seminar des Programmes vorstellen.