Workshop zum Thema „Einführung in internationales Strafrecht“

Die Max-Planck-Stiftung beginnt mit der zweiten Komponente des Projektes „Kapazitätenaufbau im Bereich der Übergangsjustiz für den südsudanesischen Supreme Court“

Vom 11. bis 13. September 2017 führte die Max-Planck-Stiftung den fünften Workshop im Rahmen der Workshop-Reihe zur Unterstützung und Weiterbildung der juristischen Kompetenzen des südsudanesischen Supreme Courts und der Courts of Appeal des Südsudans durch. Der Workshop wurde in Kooperation mit der südsudanesischen Justiz organisiert und schloss an den erfolgreich durchgeführten ersten Teil des Projektes zur technischen Unterstützung der Richter des südsudanesischen Supreme Court und des Courts of Appeal an. Das Projekt dient der Vorbereitung der Umsetzung von Mechanismen der Übergangsjustiz, welche in Kapitel 5 des Friedensabkommens "Compromise Agreement on the Resolution of the Conflict in the Republic of South Sudan" (IGAD-plus Agreement) vorgesehen sind. Der Workshop fand in Dschuba, Südsudan, statt.

Der Workshop mit dem Titel "Einführung in das internationale Strafrecht" wurde von drei Vertreterinnen der Max-Planck-Stiftung durchgeführt. Die Richter wurden in verschiedenen Sitzungen in das internationale Strafrecht eingeführt, mit besonderem Fokus auf: Rechtsquellen des internationalen Strafrechts, allgemeine Einführung in internationale Straftaten samt Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Genozid, Verbrechen der Aggression, Verstöße gegen das Legalitätsprinzip und die Verfolgung von internationalen Verbrechen durch nationale Gerichte. Ziel dieses Workshops war es daher, eine umfassende Einführung in den Bereich des internationalen Strafrechts zu geben.

Der Workshop wurde vom Chief Justice Chan Reec Madut und der Leiterin der Subsahara-Afrika-Projekte der Max-Planck-Stiftung eröffnet. Dieser Workshop war ein erfolgreicher Auftakt der neuen Workshop-Reihe und leitet den zweiten von drei Teilen im Rahmen des Projekts "Kapazitätenaufbau im Bereich der Übergangsjustiz für den südsudanesischen Supreme Court" ein. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziert und von der Max-Planck-Stiftung umgesetzt.