Dritter Workshop mit dem Verfassungsgericht der Republik Mali

Max-Planck-Stiftung hält Workshop in Anwesenheit von zwei Richtern des deutschen Bundesverfassungsgerichts

Die Max-Planck-Stiftung, begleitet von zwei Richtern des deutschen Bundesverfassungsgerichts, veranstaltete vom 1. bis zum 3. November einen Workshop in Bamako, Mali zum Thema "Fundamental Rights: A Comparative Perspective". Während des dreitägigen Workshops wurden Themen rund um die Konzepte und Grenzen von Grundrechten und das Prinzip der Verhältnismäßigkeit eingehend diskutiert und aus einer rechtsvergleichenden Perspektive analysiert. Der Workshop beinhaltete eine Präsentation von Richter Modibo Tounty Guindo, einem ehemaligen Richter am Afrikanischen Gerichtshof der Menschenrechte und Rechte der Völker, der seine Gedanken zum System des Grundrechteschutzes und der Grundfreiheiten in Mali teilte. Eine deutsche Perspektive zu den Fragen der Meinungsfreiheit, dem Streikrecht und dem Gleichheitsgrundsatz präsentierten Prof. Dr. Gabriele Britz und Prof. Dr. Michael Eichberger vom deutschen Bundesverfassungsgericht.

Der Workshop wurde von der Präsidentin des Verfassungsgerichts von Mali,  Manassa Danioko, dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Mali, Dietrich Becker, Richter Prof. Dr. Eichberger und der Leiterin der Subsahara-Afrika Projekte der Max-Planck-Stiftung, Dr. Kathrin Scherr, eröffnet.

Der Workshop ist Teil einer Workshopserie zur Weiterbildung für die Mitglieder des Verfassungsgerichts der Republik Mali. Die Kooperation zwischen dem malischen Verfassungsgericht und der Max- Planck-Stiftung basiert auf einem Memorandum of Unterstanding, das im Februar 2017 unterschrieben wurde. Das Projekt wird vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert.