Vierter Workshop für das Verfassungsgericht der Republik Mali

Das malische Verfassungsgericht und die Max-Planck-Stiftung beleuchten Aspekte der praktischen Anwendung von Grundrechten

Vom 13. bis 15. Dezember 2017 veranstaltete die Max-Planck-Stiftung einen Workshop zum Thema "Grundrechte: Aspekte der praktischen Anwendung" in Bamako, Mali. Der Workshop wurde offiziell von der Präsidentin des Verfassungsgerichtes, Manassa Danioko, und einer Vertreterin der Max- Planck-Stiftung eröffnet.

Der Workshop bildete eine Fortsetzung der vorhergehenden Veranstaltung im November 2017, bei welcher der Schwerpunkt auf der Grundrechtstheorie lag. Während der drei Tage des vierten Workshops wurden verschiedene Grundrechte ausführlich mit den Richtern des Verfassungsgerichts behandelt und diskutiert, darunter das Recht auf freie Meinungsäußerung, Streikrecht, Recht auf Eigentum und der Gleichheits-/Nichtdiskriminierungsgrundsatz. Zusätzlich zu den Präsentationen und Diskussionen hatten die Teilnehmer/-innen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse durch die Bearbeitung von Fällen praktisch anzuwenden, um ihr Problembewusstsein hinsichtlich der praktischen Sicherung von Grundrechten zu schärfen. Außerdem nahmen die Richter des Verfassungsgerichts an einer Schulung über Online-Rechtsdatenbanken von internationalen und regionalen Gerichtshöfen und Institutionen teil.

Der Workshop ist Teil einer Reihe von Workshops, die auf den Kapazitätenaufbau der Richter des Verfassungsgerichts der Republik Mali abzielen. Die Grundlage der Kooperation des malischen Verfassungsgerichts mit der Max-Planck-Stiftung ist eine Memorandum of Understanding, das im Februar 2017 unterschrieben wurde. Das Projekt wird vom deutschen Auswärtigen Amt finanziert.