Workshop der Max-Planck-Stiftung zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit dem Supreme Court und den Courts of Appeal des Südsudans.

Training für 16 Richter zur Anwendung des Internationalen Strafrechts im Südsudan.

Vom 26. bis 28. Februar 2018 veranstaltete die Max-Planck-Stiftung einen Workshop für den Supreme Court und die Courts of Appeal im Südsudan mit dem Titel "Internationale Verbrechen II: Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Der in Dschuba, Südsudan, stattfindende Workshop wurde von dem stellvertretenden Chief Justice, Justice John Gatwech Lul, dem deutschen Botschafter im Südsudan, Jan Hendrik van Thiel, und der Leiterin der Sub-Sahara Afrika Projekte der Max-Planck-Stiftung offiziell eröffnet.

Der dreitägige Workshop konzentrierte sich auf die technisch juristischen Gesichtspunkte von Verbrechen gegen die Menschlichkeit als ein internationales Verbrechen. Die spezifisch behandelten Themen beinhalteten die historische Entwicklung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, objektive und subjektive Merkmale des Verbrechens, die den Verbrechen gegen die Menschlichkeit zugrundeliegenden Verbrechen, sowie die Täter und Opfer des Verbrechens. Zusätzlich zu den Präsentationen und Diskussionen, schlossen die Vertreter der Max-Planck-Stiftung den Workshop mit einer Fallstudiendiskussion, die die Teilnehmer dazu veranlasste die verschieden besprochenen Aspekte praktisch anzuwenden, während Ihnen ein besseres Verständnis der praktischen Anwendbarkeit der Strafverfolgung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf internationaler und innerstaatlicher Ebene ermöglicht wurde.

Dieser vom Auswärtigen Amt finanzierte Workshop fand im Rahmen des Projekts "Kapazitätenaufbau im Bereich der Übergangsjustiz im Südsudan" statt, das den Gegenstand des Internationalen Strafrechts und seine Anwendung im südsudanesischen Kontext untersucht.