Max-Planck-Stiftung veranstaltet Workshop zu Standards für ein faires Verfahren

Zweiter Workshop mit Rechtsberatern des Ministeriums für Justiz und Verfassungsfragen im Südsudan

Vom 19. bis zum 21. März 2019 organisierte die Max-Planck-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem südsudanesischen Ministerium für Justiz und Verfassungsfragen den zweiten Workshop für Rechtsberater des Ministeriums in Juba im Rahmen des Projekts "Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und des Zugangs zur Justiz im Südsudan".

Der dreitägige Workshop, mit dem Titel "Faire Gerichtsverfahren: Internationale, regionale und nationale Perspektiven", brachte 25 Rechtsberater des Ministeriums für Justiz und Verfassungsfragen aus der Hauptstadt Juba und dem Rest des Landes zusammen. Der Workshop wurde vom stellvertretenden Minister für Justiz und Verfassungsfragen, Hon. Martison Mathew Oturomoi und dem Staatssekretär, Hon. James Mayen Oka, eröffnet. Beide betonten die Wichtigkeit der Workshopthematik und ermutigten die Teilnehmer, diese Fortbildungsmöglichkeit aktiv zu nutzen.

Der Workshop bot eine umfassende Einführung in die verschiedenen rechtlichen Grundsätze und Standards der Rechte auf ein faires Gerichtsverfahren aus internationaler, regionaler und innerstaatlicher Perspektive. Zu den behandelten Themen gehörten: Verfahrensrechte während der Untersuchungs- und Verfahrensphase, Verfahrensrechte im humanitären Völkerrecht und dem internationalen Strafrecht und Sonderregelungen im Zusammenhang mit dem Recht auf ein faires Verfahren. Die Teilnehmer diskutierten auch über das Recht auf ein faires Verfahren im südsudanesischen Rechtskontext und besprachen darüber hinaus spezifische Urteile regionaler Gerichte und Tribunale zu diesem Thema.

Das übergeordnete Ziel dieses von der Europäischen Union finanzierten Projekts bestand darin, die Rechtsstaatlichkeit im Südsudan zu verbessern und somit zu seiner Entwicklung zu einem stabilen und friedlichen Land beizutragen.