„Transitional Justice" und Versöhnung in Bosnien und Herzegowina

Bosnien und Herzegowina bewirbt sich zurzeit als ein gemeinsames Land für die EU Mitgliedschaft. Gleichzeitig erscheint das Land jedoch noch immer geteilt entlang vergangener Konfliktlinien und es ist unklar, wie diese existierenden Lücken auf dem Weg zu einer friedlichen gemeinsamen Zukunft überbrückt werden können.

Das Projekt, welches vom deutschen Auswärtigen Amt gefördert wird, begann im Oktober 2018. Es strebt einen Prozess an, in dem Repräsentanten aller beteiligten Interessensgruppen (Bosnien und Herzegowina's Staats- und Entititätsebenen / Distrikt Brčko / zivilgesellschaftliche Organisationen) bis Ende 2019 mehrere Male zusammenkommen, um in einer strukturierten Art und Weise mögliche Wege der gemeinsamen Entwicklung einer Vision zu diskutieren, wie vergangene individuell erlebte Ungerechtigkeit thematisiert werden kann und welche Rahmenbedingungen für eine friedliche gemeinsame Zukunft entwickelt werden können.

Ziel ist es, eine unparteiische Plattform zu bieten, innerhalb derer kritische Themen im Geiste guten Willens und im gemeinsamen Interesse, einen Beitrag zur einer friedlichen Zukunft in Bosnien und Herzegowina zu leisten, diskutiert werden. Leitgedanke ist hierbei, dass sich alle Parteien vollkommen freiwillig an diesem Prozess beteiligen, da die Schaffung und Erhaltung von Frieden als gemeinsamer Nenner im Interesse aller jetzigen und zukünftigen Bürgen Bosnien und Herzegowina's liegt, unabhängig von ethnischen, politischen oder anderen Zugehörigkeiten, die die Gesellschaft potentiell zu teilen vermögen.

Der hohe wissenschaftliche Standard der Max-Planck-Stiftung und der Ruf einer respektierten unabhängigen Organisation garantieren einen auf freiwilligem, respektvollem und offenem Austausch beruhenden Prozess, welcher gemäß der Präferenzen und Vereinbarungen der einzelnen Parteien vertraulich ist und eine unzulässige Beeinflussung ausschließt, die die Integrität des Prozesses gefährden könnte. Der Einhaltung einer unpolitischen, überparteiischen, rein technischen Beratungsrolle kommt die höchste Aufmerksamkeit der Stiftung zu, um jegliche Bemühungen zur Schaffung nachhaltiger zukünftiger Lösungen zu unterstützen.

 

 

Laufzeit

1. Oktober 2018–31. Dezember 2019

Finanzierung