Sri Lanka

Sri Lankas zweite republikanische Verfassung wurde 1978 verabschiedet und überdauerte Jahrzehnte des Bürgerkrieges. Die Folgen schlugen sich auch nach Ende des Krieges deutlich in der rechtlichen Entwicklung des Landes nieder. Im Jahr 2015 verabschiedete die Regierung Sri Lankas eine ehrgeizige verfassungsrechtliche Reformagenda, um sozialen und demokratischen Wandel herbeizuführen. Eine Verfassungsversammlung wurde gegründet, um nach öffentlichen Konsultationen mit der Ausarbeitung der neuen Verfassung zu beginnen.

Die Max-Planck-Stiftung unterstützt die derzeitigen Bestrebungen, ein Verfassungssystem zu finden, das zur Umsetzung und Durchsetzung einer neuen sri-lankischen Verfassung am besten geeignet ist. Zu diesem Zweck wird die Stiftung eine vergleichende Studie vorbereiten, die sowohl verschiedene Lösungsmodelle in der modernen Verfassungsgestaltung, als auch speziell auf die Bedürfnisse und Umstände des Landes zugeschnittene Lösungsansätze vorstellt.

Ziel dieses Projektes ist es, die verfassungsgebende Versammlung von Sri Lanka zu stärken, indem es Unterstützung und Fachwissen durch umfassende, vergleichende Forschung zu verfassungsrechtlichen Entscheidungsmechanismen zur Verfügung stellt. Es zielt darauf ab, den sri-lankischen Parlamentarier/-innen und ihren Rechtsberatern Wissen über verschiedene rechtsstaatliche Verfassungsmechanismen mithilfe von Workshops zu vermitteln, die auf Grundlage der vergleichenden Forschungsergebnisse abgehalten werden. Schließlich soll durch dieses Projekt, die verfassungsgebende Versammlung von Sri Lanka informiert werden, um ein bestmögliches Modell zu bestimmen, um die neue Verfassung von Sri Lanka zu ergänzen und zu wahren.

Laufzeit

1. April 2017 - 31. Dezember 2017

Finanzierung